Die fleißigen Bienen produzieren neben dem Honig einen weiteren begehrten Stoff: Das Bienenwachs. Die Insekten stellen die kostbare Substanz in speziellen Wachsdrüsen her und nutzen sie zum Aufbau der Waben. Ursprünglich ist das Bienenwachs von reinweißer Farbe. Seine typische gelbe Färbung erhält es durch den täglichen Kontakt mit dem Farbstoff Carotin, der Bestandteil vieler Blütenpollen ist. Bereits die alten Ägypter machten sich das Bienenwachs zur Einbalsamierung ihrer Könige oder zur Abdichtung ihrer Schiffe zu Nutze. Das Wachs gehört zweifellos zu den ältesten Werkstoffen der Welt und wurde schon früh zur Kerzenherstellung eingesetzt.

Bienenwachs – Ein natürlicher Stoff zur Kerzenherstellung

Bienenwachs ist ein nachwachsender und besonders umweltfreundlicher Rohstoff. Im Gegensatz zu Paraffin oder Stearin muss er nicht eigens produziert werden, sondern fällt naturgemäß in jedem Bienenstock an. Die alten Waben werden gereinigt, eingeschmolzen und in kleine Wachsplatten gepresst. Diese besitzen das typische Wabenmuster und eigen sich besonders zu Kerzenherstellung in Handarbeit. Bienenwachs besticht durch seine natürliche gelbliche Färbung und den typischen honigartigen Geruch beim Abbrennen.

Bienenwachskerzen aus Wachsplatten herstellen

Eine Bienenwachskerze kann sowohl gegossen als auch gewickelt werden. Das Wickeln mit fertigen Wachsplatten ist die schnellste Methode. Für eine leichtere Verarbeitung empfiehlt es sich das Bienenwachs kurz auf der Heizung oder mit einem Fön zu erwärmen. Anschließend wird ein Docht in passender Größe und Dicke in das Ende einer Platte gedrückt und Stück für Stück mit weiteren Bienenwachsplatten umwickelt.