In jedem Haushalt fallen Kerzenreste an. Häufig ist die Kerze einseitig abgebrannt oder die seitlichen Ränder sind komplett stehen geblieben. Aus den Wachsresten lässt sich mit etwas Geschick eine neue mehrfarbige Kerze gießen.

Ein Glas als Gießform für die selbstgemachte Kerze

Ein dickes und gerade geformtes Glas bildet eine optimale Gießform. Für den Docht nimmt man am besten eine schmale lange Kerze, wie sie für Weihnachtsbäume genutzt wird. Diese wird mittig im Glas platziert und sollte ein paar Zentimeter über den Rand hinausragen. Anschließend werden die Kerzenreste nach Farben sortiert in kleine Blechdosen gegeben. Diese werden mit dem Boden in kochendes Wasser getaucht, bis sich das Wachs verflüssigt hat. Nun wird das flüssige Wachs in das Glas gefüllt. Dabei ist unbedingt zu beachten, dass die lange schmale Kerze in der Mitte fixiert wird. Wenn die erste Wachsschicht abgekühlt ist, können nacheinander weitere Lagen gegossen werden, bis der Glasrand erreicht ist. Nach dem vollständigen Abkühlen wird das Glas unter heißes Wasser gehalten und die gegossene Kerze an der Spitze der schmalen Kerze aus der Form gezogen.

Eine Papprolle als Gießform für die selbstgebastelte Kerze

Noch einfacher funktioniert das Kerzen gießen mit Hilfe einer Papprolle. Die Papprolle wird mit der Öffnung etwa einen Zentimeter tief in einen mit Sand gefüllten Teller gedrückt und am oberen Rand mit einem langen Nagel durchbohrt. Der Docht wird so am Nagel befestigt, dass er exakt mittig in der Form hängt. Anschließend wird die Form mit geschmolzen Wachsresten ausgegossen. Nach dem Abkühlen kann die Papprolle leicht entfernt werden.