Die Kerzenherstellung in Handarbeit erlaubt es eigene Gestaltungsideen zu verwirklichen. Im Gegensatz zur industriell produzierten Massenware, können Größe, Form und Farbe individuell abgestimmt werden. Kerzen können gegossen, gezogen oder gewickelt werden. Die Basis bilden Wachspastillen oder Wachsplatten aus dem Bastelbedarf.

Das Kerzen gießen

Für das Kerzen gießen wird ein Schmelzgefäß und eine Gießform benötigt. Der Fachhandel bietet verschiedene Gießformen aus Kautschuk oder Silikon an, aus denen die fertige Kerze leicht gelöst werden kann. Das Wachs wird im Schmelzgefäß auf ca. 80 Grad erhitzt, bei Bedarf können Stearin, Duftöle oder Farbpigmente hinzugefügt werden. Anschließend wird der Docht in die Gießform gesteckt und das flüssige Gemisch eingefüllt. Nach dem Abkühlen kann die fertige Kerze entnommen werden.

Das Kerzen ziehen

Für das Kerzen ziehen wird ein hohes und schmales Schmelzgefäß benötigt. Diese wird mit den Kerzengrundstoffen befüllt und auf ca. 70 Grad erhitzt. Mit der Zugabe von Farbpigmenten und Duftölen können Akzente gesetzt werden.

Anschließend wird ein Docht abwechselnd in das flüssige Wachs und ein kaltes Wasserbad getaucht. Mit jedem Tauchgang nimmt die Kerze eine weitere Wachsschicht auf, bis die gewünschte Dicke erreicht ist.

Das Kerzen wickeln

Zum Wickeln eine Kerze werden Wachsplatten benötigt. Bienenwachs wird typischerweise Weise in dieser Form angeboten. Zu Beginn wird die Wachsplatte mit einem Fön erwärmt und der Docht am Plattenrand gerade in das Wachs gedrückt. Anschließend wird die Wachsplatte rund um den Docht gewickelt, wobei dieser am Ende den Mittelpunkt der Kerze bilden muss.